Keimzumpe – Bryophyllum : Einnahme und Verwendung bei Kinderwunsch

Keimzumpe – Wehenhemmerin, kann Fehlgeburt verhindern

Namen und Wesen von Bryophyllum

Die Keimzumpe – Bryophyllum calycinum zählt zu den Dickblattgewächsen. Das außergewöhnliche an der Pflanze ist die große Fortfpflanzungsbereitschaft des Brutblattes. Dies findet sich auch in ihren volkstümlichen Namen wieder: Brutblatt, Kindlipflanze, Lebenszweig. Das Prinzip der Urpflanze erkannte bereits Goethe: „Vorwärts und rückwärts ist die Pflanze immer nur Blatt.“

Als Heilpflanze ist sie der Fruchtbarkeit zuträglich und verhilft zu einer natürlichen Geburt.

Wirkstoffe und Heileigenschaften

Die Blätter enthalten u. a. herzwirksame Bufadienolide, Flavonoide, Anthocyane, Gerbstoffe und verschiedene Pflanzensäuren.

Als Heilpflanze wirkt Bryophyllum vor allem beruhigend und angstlösend. Weiterhin wirkt sie wehenhemmend, unterusrelaxierend und wehenrhythmisierend. Darüber hinaus hat die Keimzumpe eine antitumorale und antimikrobielle Wirkung.

Verwendung in der Frauenheilkunde

Bryophyllum – wurde von der anthroposophischen Medizin in die Heilkunde als Urpflanze zur Behandlung von Hysterie eingebracht.

Darunter sind, unter dem häufig missverstandenen Begriff Hysterie, alle seelischen Probleme zusammengefasst wie etwa Angstzustände oder Panikattacken, innere Unruhe in den Wechseljahren, Schlafstörungen in der Schwangerschaft oder seelische Traumen und Schockzustände.

Das Hauptanwendungsgebiet bleibt jedoch die vorzeitige Wehentätigkeit. Im Jahre 1970 wurde die Keimzumpe zur Behandlung vorzeitiger Wehen durch Dr. W. Hassauer am Krankenhaus Herdecke eingeführt. Auch Reproduktionsmediziner setzen inzwischen die Keimzumpe ein. Nach einer künstlichen Befruchtung verordnen die Ärzte ihren Patientinnen Bryophyllum, um einer Fehlgeburt entgegenzuwirken und eine Einnistung zu fördertn

Einnahme und Verwendung bei Kinderwunsch

Bryophyllum unterstützt Frauen mit Kinderwunsch, durch die beruhigende und angstlösende Wirkung. die Keimzumpe unterstützt die Einnistung und kann Fehlgeburten verhindern. Die Keimzumpe kann als Pflanzenpulver oder Globuli eingenommen werden. Als Pulver nimmt man jeden Morgen eine Messerspitze auf ein großes Glas Wasser ein. Von den Globuli läßt man 3x täglich 5 Globuli im Mund zergehen.

Eine gute Ergänzung ist das Ovaria comp. als Globuli, welches in der ersten Zyklushälfte eingenommen wird. Auch hier 3x täglich 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

Es wird häufig empfohlen, Bryophyllum erst in der zweiten Zyklushälfte zu nehmen. Ich habe aber gute Erfahrung damit gemacht, tatsächlich das Pulver den ganzen Zyklus hindurch zu nehmen, um auch von der positive Wirkung auf das seelische Gleichgewicht und dem besseren Schlaf zu profitieren.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie mich an oder tragen Sie sich hier für einen Besuch in meiner Praxis ein.

Dipl.-Psych. Iris Lemke, Heilpraktikerin für Frauengesundheit und Kinderwunsch

Magret Madjesky „Lexikon der Frauenkräuter“, 2015 (5), AT Verlag.